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Alt 27.03.2007, 17:33   #1
Levy
Desastreuse
 
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Beiträge: 344
Standard Jennifer Lopez - Como Ama Una Mujer


Sie gilt als eine der Latino-Queens schlechthin. Noch ehe sie auch musikalisch von sich reden machte, flimmerte ihr Gesicht von den Kinoleinwänden. Mal mehr, mal weniger erfolgreich. Man kann sicherlich darüber streiten ob sie dort nicht hätte lieber bleiben sollen, denn als eine der geilsten Stimmen im Musikgeschäft würde ich eine Jennifer Lopez nun nicht einstufen.

Was sie unbestritten sehr gut kann ist, neben der Filmkarriere ein rundum komplettes Vermarktungskonzept ihr eigen zu nennen. Zu dem gehören eine Modelinie oder Parfum ganz genauso wie das millionenschwere Hinterteil immer ins rechte Licht zu rücken. Es freut nicht nur die Männerherzen weltweit, Millionen von Mädchen wollen nur eines: sein wie J. Lo, wie sich selbst nennt und auch liebevoll von ihren Fans gerufen wird. Was macht es schon, dass die gerne bemühte Story vom Mädel aus der Bronx, die es von ganz unten nach ganz oben quasi über Nacht geschafft hat, so auch nicht stimmt, man nimmt es halt zu gerne hin, passt doch einfach so schön klischeemässig in des Konsumenten Köpfe.

Klar dudelt auch in meinem Autoradio mal der ein oder andere Lopez-Song vor sich hin und was ihre Videos betrifft, natürlich sind auch da sehr schöne Hingucker bei. Ich bezeichne mich aber keinesfalls als Fan von ihr. Mir ist auch Wurscht ob sie nun eine Diva ist oder ob all die Geschichten über sie schlicht an den Haaren herbeigezogen sind oder von einem Management gezielt gestreut und gepflegt werden, damit die Dame ständig im Gespräch bleibt. Ich besaß bis gestern jedenfalls kein Album von ihr. Und auch bei dem vorliegenden Album, in spanisch übrigens, handelt es sich vorerst noch um eine Leihgabe.

Was kann sie also die Jenny da vom Block? Offenbar sich den richtigen Mann zulegen, so dass auch ich mich besser anfreunden kann mit ihrem neuesten Werk. Ihren ersten Göttergatten lässt sie ja gerne mal unter den Tisch fallen, auch die Liaison mit Puff Daddy ist lange her und selbst Mr. "Sexiest Man Alive 2002" Ben Affleck längst zu den Akten gelegt. Dass da auch mal ein Tänzer mit Namen Chris Judd war, der sich Mr. Lopez rufen lassen durfte - Schwamm drüber. Seit 2004 verheiratet mit Latino-Barde Marc Anthony feilt La Lopez an ihrem neuen, sanften Image. Er war es auch, der unüberhörbar an diesem Album die Hand angelegt hat. Herausgekommen sind 11 gefühlvolle Songs, die der Lopez wahrlich auf den schönen Body geschrieben sein dürften.

Tracklist:
01. Que Hiciste
02. Me Haces Falta
03. Como Ama Una Mujer
04. Te Voy A Querer
05. Porque te marchas
06. Por Arriesgarnos
07. Tu
08. Amarte Es Todo
09. Apresurate
10. Sola
11. Adios


Die erste Singleauskopplung "Que Hiciste" macht da schon eine Ausnahme. Ansonsten aber: nixx mit Bobbes schwingen, alles schön ruhig und leise angehaucht auf diesem Album. Bin ich nun bösartig wenn ich darüber grübel, ob das eigentlich dünne Stimmchen der Jennifer Lopez hier gut kaschiert wurde oder erst richtig offensichtlich wird, dass das Volumen bei ihr nicht unbedingt der Burner ist? Egal eigentlich, denn was ihr auch fehlen mag für meinen Geschmack, wird durch die gefälligen Songs wieder gut gemacht.

Das war es dann leider auch schon. Denn der Effekt hält nicht lange an und ich behaupte jetzt mal, ich könnte den Silberling noch 30 mal hören, ein Knalleralbum wird es auch dann nicht. Kein Wunder also, dass mit dem einzig tanzbaren Song auf dem Silberling "Que Hiciste" auch gleich der Werbefeldzug zum neuen Album gestartet wurde. Nettes Video dazu, wupps war das Ding gelaufen. Ich hätte echt mehr erwartet. Nur die Balladen reißen es dann da nicht raus. Bleibt abzuwarten was Miss Lopez bei weiteren Singleauskopplungen an Videoverrenkungen vorlegen wird, so dass der Dollar klimpert, aber so im Moment, ne, nicht so prall.

Dass "Como Ama Una Mujer" dann auf deutsch "Wie eine Frau liebt" bedeutet mag den großzügigen Einsatz von Streichern erklären auf diesem Album, offenbar hängt der Himmel von La Lopez voller Geigen. Wenn mich meine Ohren nicht täuschen, dann ist da auch das ein oder andere Mal die Stimme von Marc Anthony im Background zu vernehmen. Vielleicht hätte er die Songs gleich einsingen sollen?

Anspieltipps:
- Adiós
- Apresúrate
- Qué hiciste

Fazit:
Diese Latinrichtung liegt ihrer Stimme deutlich besser als diese HipHop und R'n'B-Ausflüge aber die neue Gloria Estefan ist sie dennoch nicht für mich. Gefällig, nett, irgendwie typisch spanisch melodisch, das wars. Punkte gibt es von mir ganze 3 von 5 möglichen und das auch nur aus dem Grund, weil Göttergatte Anthony da solide Arbeit abgeliefert hat. Dennoch sehe ich diese J.Lo-Balladen nicht in die Musikgeschichte eingehen.

Jennifer Lopez Homepage
Biografie bei Laut.de
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__________________
CU Levy
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